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Was die EU-Richtlinie verlangt, warum Preishistorie Pflicht ist und wie du die Anforderungen automatisiert erfüllst.
Die EU-Omnibus-Richtlinie (Richtlinie 2019/2161) ist seit dem 28. Mai 2022 in nationales Recht umgesetzt und betrifft jeden Onlineshop, der an Verbraucher verkauft. Der für Shopbetreiber relevanteste Teil: Bei jeder Preisreduzierung muss der niedrigste Preis der letzten 30 Tage angezeigt werden.
Konkret heißt das: Wenn du ein Produkt von 99 Euro auf 79 Euro reduzierst, darfst du nicht einfach „statt 99 Euro" schreiben. Du musst den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage angeben. Wenn das Produkt vor zwei Wochen schon mal für 89 Euro angeboten wurde, ist 89 Euro der Referenzpreis -- nicht 99 Euro.
Die Richtlinie zielt auf die Praxis ab, Preise vor einer Aktion künstlich zu erhöhen, um dann mit einem scheinbar hohen Rabatt zu werben. Das ist irreführend und wird als Wettbewerbsverstoß geahndet. Die Konsequenzen bei Nichteinhaltung sind konkret:
Besonders für Shops mit regelmäßigen Preisaktionen -- Saisonrabatte, Black-Friday-Angebote, Lagerräumungen -- ist die Umsetzung keine Option, sondern Pflicht.
Die Anforderungen im Detail:
Shopware 6 speichert Preisänderungen nicht automatisch in einer Historie. Wenn du heute einen Preis änderst, ist der alte Preis weg -- es sei denn, du hast ihn manuell dokumentiert. Für die Omnibus-Richtlinie bedeutet das: Du müsstest jeden Preiswechsel manuell protokollieren und den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage selbst berechnen.
Bei einem Shop mit 50 Produkten ist das aufwendig. Bei 5.000 Produkten ist es unmöglich. Und bei automatisierten Preisimporten aus ERP-Systemen ändert sich der Preis möglicherweise täglich -- ohne dass jemand mitbekommt, was der niedrigste Preis der letzten 30 Tage war.
Das Preishistorie-Plugin von Bronner Consulting automatisiert die Umsetzung der Omnibus-Richtlinie in Shopware 6. Es protokolliert jede Preisänderung automatisch und berechnet den korrekten Referenzpreis.
Jede Preisänderung wird erfasst -- egal ob manuell im Admin, per API oder durch einen ERP-Import. Das Plugin überwacht die Preisfelder und schreibt jede Änderung in eine separate Historie-Tabelle. Du musst nichts manuell dokumentieren.
Wenn ein Produkt als reduziert markiert wird, berechnet das Plugin automatisch den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage. Dieser Preis wird in der Storefront angezeigt -- an allen relevanten Stellen: Produktseite, Listing, Suchergebnisse, Cross-Selling.
Die Anzeige des Referenzpreises erfolgt direkt am Produkt: „Niedrigster Preis der letzten 30 Tage: XX,XX EUR". Das Format ist konfigurierbar. Das Plugin liefert Storefront-Templates mit, die sich nahtlos in Standard-Themes und Custom-Themes integrieren.
Im Shopware-Admin siehst du die komplette Preishistorie jedes Produkts. Wann wurde der Preis geändert? Auf welchen Wert? Was war der niedrigste Preis im 30-Tage-Fenster? Diese Transparenz hilft nicht nur bei der Compliance, sondern auch bei der Preisstrategie.
Shops, die Preise per ERP, CSV-Import oder API aktualisieren, profitieren besonders. Das Plugin erfasst jede Änderung unabhängig von der Quelle. Es spielt keine Rolle, ob ein Mitarbeiter den Preis im Admin ändert oder ein automatisierter Prozess um 3 Uhr nachts 2.000 Preise aktualisiert.
Die Omnibus-Richtlinie gilt für alle Onlineshops, die:
Reine B2B-Shops, die ausschließlich an Gewerbetreibende verkaufen, sind nicht direkt betroffen. Shops, die sowohl B2B als auch B2C bedienen, müssen die Richtlinie für den B2C-Teil umsetzen.
Nein. Der Referenzpreis muss nur angezeigt werden, wenn du eine Preisermäßigung bewirbst. Produkte ohne Streichpreis oder Rabatthinweis sind nicht betroffen.
Jede Form der Preishervorhebung: Streichpreise, prozentuale Rabatte, „Aktion"-Labels, „Nur noch X Euro"-Hinweise. Wenn der Kunde den Eindruck gewinnt, dass der aktuelle Preis günstiger ist als der vorherige, gilt die Pflicht.
Wenn ein Produkt weniger als 30 Tage im Sortiment ist, gilt der niedrigste Preis seit Einführung. Das Plugin berücksichtigt das automatisch.
Die Omnibus-Richtlinie ist geltendes Recht. Wer Preisaktionen bewirbt, muss den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage anzeigen. Manuelle Dokumentation ist fehleranfällig und bei größeren Sortimenten nicht praktikabel.
Das Preishistorie-Plugin automatisiert die gesamte Compliance: automatische Protokollierung, korrekte Berechnung, rechtskonforme Anzeige. Einmal installiert, läuft es im Hintergrund -- unabhängig davon, ob du 50 oder 50.000 Produkte hast.
Teste die automatische Preishistorie in einer kostenlosen Demo oder kontaktiere uns für Fragen zur Umsetzung.